Der Bildnerische Bereich


 

Sie bedingen sich, manche seiner Arbeiten.

Natürlich ist meist das Wort, das geschriebene Wort, der Ausgangspunkt.

Von dort kommt Kurt Mitterndorfer her, die Texte entstehen, und oft passieren in der Folge, in der Reflexion, Dinge, die von ihm absolut nicht geplant waren.

Er genießt dieses Ausstrahlen auf andere Ebenen, dieses Weiterreichen einer Idee in eine andere Kunstsparte.

Anfangs waren es fast nur filmische und musikalische Umsetzungen, jetzt geht es mehr in den bildenden Bereich.

Ein Text entsteht, daraus wird bisweilen eine Skizze, eine Zeichnung, ein Foto. Meist bleibt K. Mitterndorfer beim Papier, bei der Arbeit auf Papier. Und wie im Schreiben fühlt er sich auch beim Zeichnen, Malen, Fotografieren im Traditionellen wohler, ist er nicht so sehr zuhause im Experiment. Und mehr als beim Schreiben, wo er versucht strukturiert zu arbeiten, hat er beim Arbeiten mit und in anderen Medien viel Spaß, auch Spaß am Ausprobieren.

Vor einiger Zeit hat K. Mitterndorfer den Schritt ins Räumliche getan, wo er schnell vom Modell im Kleinen zu Großobjekten, auch im öffentlichen Raum, gekommen ist.

 


 

Die Schautexte

 

Texte, die ihm dazu geeignet erscheinen, montiert Kurt Mitterndorfer so, daß sie, großen Bildern gleich, in Galerien hängen, manchmal sprengen diese Texte aber auch die größten Rahmen, dann werden sie direkt auf die Wände hingeschrieben, projiziert oder „tapeziert”.

 


 

Die Rauminstallationen

 

Sie entstehen meist als Reaktion auf einen der Texte des K. Mitterndorfer. Oftmals ergibt sich schon in der Phase der Erarbeitung der Texte ein Konzept für eine Rauminstallation zum selben Thema.

 

Ziegel-Skulpturen:

 

Kurt Mitterndorfer baut seine Ziegel-Skulpturen nicht nur im öffentlichen Raum sondern auch in Galerien, Schulen, Hotelhallen, Firmenempfangsräumen. Was meist als Live-Performance beginnt, bleibt dann, wenn die Arbeit vollendet ist, für gewisse Zeit als Rauminstallation (be)stehen.

 


 

Interventionen im öffentlichen Raum

 

Literatur als Skulptur:

 

„Sitzsätze” nennt Kurt Mitterndorfer seine Satz-Skulpturen, die er im öffentlichen Raum platziert. Dabei ist ihm die Verbindung von Nutzen (= Etwas, auf dem man sitzen kann.) und Inhalt (= Anregung, Provokation durch das, was da geschrieben steht, Position beziehen, Auseinandersetzung mit der Aussage) wichtig, er verwendet Wörter, Kurzsätze als Impuls, als Denkanstoß. Natürlich kann man sich auch nur hin setzen auf seine Sitzbuchstaben, aber eigentlich ist Kurt Mitterndorfer das zu wenig. Innehalten, rasten, zur Ruhe kommen, nachdenken über das, worauf man sitzt. Das ist es, was Kurt Mitterndorfer bezweckt, wenn er seine Sitzsätze im öffentlichen Raum baut.